Lippische Landeszeitung vom 23. Mai 2016: Schulen und Kitas präsentieren zahlreiche Aktionen zum MINT-Projekt

Lügde. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gehören nicht unbedingt zu den Lieblingsfächern in den Schulen. Aber das muss keineswegs so sein, sagten sich die in einem Arbeitskreis zusammengeschlossenen Pädagogen aus den Schulen und Kitas und entwickelten 2011 in Lügde das MINT-Projekt. Zum 6. Mal fand Samstag eine öffentliche Projekte-Präsentation statt.

Praktische Arbeit: Kinder und Eltern bauen bei der Veranstaltung „MINT in Lügde voll in Form“ im Emmerauenpark gemeinsam aus Pappe und Glasperlen am Stand der Kita Sabbenhausen Kaleidoskope. (© Achim Krause)

Diesmal lautete das Motto im Emmerauenpark „Voll in Form“. Beklagt wird von der Wirtschaft der Fachkräftemangel in technischen Berufen. Den Spaß am Erforschen von Phänomen der Naturwissenschaften und Technik, aber auch eher trockenen Stoffen wie Mathematik und Informatik schon von klein auf bei den Kindern und Jugendlichen zu wecken, hat sich das MINT-Projekt vorgenommen.

„Nachdem auch an anderen Orten bei MINT-Tagen fast ausschließlich mit Technik und Naturwissenschaften gearbeitet wurde, war es an der Zeit, uns mal mit den anderen beiden Schwerpunkten zu beschäftigen“, sagte Jürgen Weiland, der das Lügder MINT-Projekt leitet. Es sei die durchaus anspruchsvolle pädagogische Aufgabe, diese Themen spannend und altersgerecht zu gestalten.

Weiland lobte die großartige Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen. Die Kitas „Tausendfüßler“, „Pusteblume“, St. Marien, Falkenhagen und Sabbenhausen, die Grundschulen Lügde und Rischenau sowie erstmals auch die Grundschule Bad Pyrmont-Holzhausen sowie die Sekundarschule hätten eindrucksvoll auf verschiedene Weise kreative und spannende Aktionen an ihren Ständen erarbeitet.

Bei der Präsentation mussten zum Beispiel Vorlagen mit Würfeln nachgebaut oder mit Papier Modelle gebastelt werden, die das flächige und räumliche Denken und Sehen forderten und förderten. Es wurden Denkaufgaben gestellt, die auch manchem Erwachsenen Kopfzerbrechen bereiteten oder im praktischen Teil Kaleidoskope und lustige Geometriebrillen gebastelt. Und immer wieder galt es für die Besucher, Aufgaben zu lösen, die ihnen die jungen, fitten Forscher stellten. Mit Begeisterung gaben sie gern Hilfen und erklärten, wie ein Problem zu lösen war.

Spektakulär war ein in drei Tagen von Schülern der Sekundarschule unter der Leitung von Lehrer Oliver Jösten aus Computerschrott konstruierter 3D-Drucker, an dem die Arbeitsweise dieser Apparatur gut erkennbar war. Hier entstanden Schicht für Schicht aus Kunststoff kleine Schmuckstücke. Auch im kommenden Jahr soll es wieder eine derartige Veranstaltung geben.

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